![]() |
|
Die Asche meiner Mutter |
|
|
|
|
|
02.03.2000: |
|
|
|
|||||||||
| Genre: | Literaturverfilmung/Biographie | |||||||||||
| Regie: | Alan Parker | |||||||||||
| Inhalt: | Frank McCourt (Joe
Breen, Ciaran Owens, Michael Legge) hatte eine
unglückliche Kindheit, eine glückliche lohnt sich ja auch kaum. Schlimmer als die
unglückliche Kindheit ist die unglückliche, irische Kindheit und noch schlimmer ist die
unglückliche, irische, katholische Kindheit.
Frank McCourt ist der älteste Sohn von Angela (Emily Watson) und Malachy (Robert Carlyle). Noch leben sie in New York, doch als die erste Tochter schon zwei Tage nach der Geburt stirbt, bedeutet das für Angela den Absturz. Sie kümmert sich um nichts mehr, nicht einmal um ihre vier Jungs und der nichtsnutze, arbeitslose und zudem alkoholabhängige Vater weiß auch keinen Rat. Angelas Cousinen kümmern sich darum, dass die Familie wieder nach Irland zurückkommt und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Malachy bekommt keinen Job oder wird nach drei Wochen gefeuert und Angela bekommt ein Kind nach dem anderen. Frank wird älter und übernimmt bald die Ernährerrolle in der Familie. Doch trotzdem kommen sie nicht aus der armseligsten Gasse von ganz Limerick heraus. Frank will wieder nach Amerika, doch wie soll er zu dem Geld für die Überfahrt kommen, wenn es kaum für Essen und Kleidung reicht? |
|||||||||||
|
||||||||||||
| Kritik: | Frank McCourts
Erinnerungen an seine Kindheit waren ein internationaler Bestseller. Das Buch lebt vor
allem von McCourts grandioser Erzählleistung, bei der man nie genau weiß,
ob man über das Elend heulen oder über die Komik lachen soll. Alan Parker
gelingt es, in der knapp bemessenen Zeit des Filmes, alle wesentlichen Ereignisse zu
erwähnen und doch die Ruhe eines Geschichtenerzählers zu bewahren. Natürlich musste
dennoch einiges weggelassen werden, doch das nimmt dem Film nicht die zauberhafte Wirkung,
die er auf die Zuschauer hat. Schon allein die Farben, die die Natur Irlands in den Film
bringt, lässt einen das Elend der armen Familie ein wenig vergessen. Robert Carlyle spielt den brutalen und oft betrunkenen Vater sehr überzeugend, wenn auch vielleicht nicht ganz so brutal und stolz, wie er im Buch beschrieben wird. Mitten in der Nacht holt er seine kleinen Kinder aus dem Bett und will, daß sie für Irland sterben, verspricht ihnen dafür einen Penny. Beachtlich ist die Leistung der Kinder. Natürlich musste für die zwanzig Jahre umfassende Handlung jede Rolle mehrfach besetzt werden. Emily Watson spielt die immer schwangere und deprimierte Mutter. Ihr stirbt ein Kind nach dem anderen weg und sie kann den Stolz ihres Mannes nicht begreifen, so dass sie immer alleine betteln gehen muss. Der Film ist sehr nah an der Romanvorlage. Frank McCourt hatte beratende Funktion beim Drehbuch und war teilweise beim Dreh anwesend. Er fand den Film gut gelungen. |
|||||||||||
| Originaltitel: | Angelas Ashes | |||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: |
![]() Erste Erfahrungen in der Liebe mit der an Schwindsucht erkrankten Theresa
Jetzt
die asche meiner mutter (sofern schon verfügbar)
|
|||||||||||
zurück zum
Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage
20100 hits since April 5, 2000
(c) 2000 Cineclub, Recklinghausen für alle Texte, die Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.