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15.03.2001: |
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| Genre: | Thriller / Horror |
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| Regie: | William Friedkin | |||||||||||
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| Inhalt: |
![]() Als Regans Verhalten jedoch immer extremer wird, die Mutter sich darauf keinen Reim mehr machen kann, werden weitere – barbarische – Untersuchungen veranlasst, die allesamt kein Ergebnis hervorbringen. Dr. Klein kommt gemeinsam mit seinem Kollegen überein, dass Regans Problem psychischer Natur sein müsse und empfiehlt einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt. Die Alternative, die alle Psychologen benennen, wäre eine Schocktherapie, in der Regan einem Exorzismus unterzogen werden sollte, der aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Bewusstseinsstörung auf Grund psychologischer Stimulans beenden könnte. Als Chris' Regisseur und Freund Burke Dennings (Jack MacGowran) unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt und Lt. Kindermann (Lee J.Cobb) zu ermitteln beginnt, geht Chris auf, dass ihre Tochter vermutlich an dem Unglück beteiligt war. Nachdem sie letzten Endes von dem vermeintlich besessenen Mädchen übel zugerichtet wird und Regan auf Grund ihres Verhaltens in ihrem Bett fixiert werden muss, ersucht sie Father Karras um einen Exorzismus. Dieser steht den Aussagen der mitgenommenen Mutter skeptisch gegenüber, gibt aber ihrem Drängen nach, sich das Kind anzusehen. Was ihm in dem Zimmer des kleinen Mädchens widerfährt, ist eine wahre Prüfung seines Glaubens und zwingt ihn zu handeln. | |||||||||||
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Kritik: |
Der Film lebt von der Tiefe seiner Darsteller. Langsam, aber sicher baut sich eine weitgehende Verbindung zwischen den einzelnen Charakteren auf und zeigt in aller Deutlichkeit den Leidensweg der kleinen Familie. Elly Burston, die in der Rolle von Chris MacNeil eine unheimliche Palette von Emotionen zeigt, scheint die Tochterliebe, die sich auch von extremsten Schicksalsschlägen nicht erschüttern lässt, nicht nur zu spielen, sondern wirklich nachzuempfinden. Sie begegnet jeder Facette der erkrankten Regan mit Mut und absoluter Entschlossenheit, ganz gleich, wie desolat ihr Zustand sein mag. Als Father Karras beweist auch Jason Miller, dass er in der Lage ist, einen festen Charakter zu spielen. Der innere Kampf zwischen Glauben und Wissenschaft, Rationalität und Wahn, wie auch die enge Bindung zu seiner kranken Mutter, sind mehr als glaubhaft. ![]() Fazit: The Exorcist – Director’s Cut wird wohl kaum den gleichen Erfolg haben wie im Jahre 1973, wo er für 10 Oscars nominiert wurde und zwei davon auch erhielt. Dennoch, obgleich es an sich ein und derselbe Film ist, sollte sich jeder Liebhaber des Streifens die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Film in der überarbeiteten Version auf einer großen Leinwand anzusehen. Auch ansonsten ist The Exorcist – Director’s Cut ein ansehnlicher Streifen, der auf alle Fälle um Längen besser ist, als der kürzlich präsentierte Film "Lost Souls". Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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| Hintergrund: | Als der Autor im Jahre 1969 mit der Niederschrift des Exorzisten begann, wurde er von einem Zeitungsbericht aus seiner Studienzeit, in Georgetown im Jahre 1949, inspiriert. In Mount Ranier, Maryland war an einem 14jähringen Jungen ein Exorzismus im Namen der Kirche durchgeführt worden. Er litt unter schweren Krämpfen, fluchte gotteslästerlich, wechselte sein Verhalten auf gravierende Art und Weise binnen Sekunden. Darauf hin wurde von der katholischen Kirche eine Teufelsaustreibung beschlossen, die jedoch keinen Erfolg hatte. Auch in der Vergangenheit des Christentums traten genau jene Verhaltensmuster bei Menschen ans Tageslicht, die allgemein als besessen galten. Psychologen vermuten, dass es sich bei den Schilderungen um die Symptomatik des Torreet-Syndroms handelt, einer Erkrankung des ZNS. Torreet-Patienten leiden unter motorischen Ticks, die sie dazu veranlassen, mitunter hektische Bewegungen auszuführen, die nicht ihrer Kontrolle unterliegen. Des weiteren leiden die meisten der an diesem Syndrom erkrankten Menschen an der sog. Echollalie, dem zwanghaften Wiederholen von Wörtern, Sätzen oder Tätigkeiten, und auch an Korprolalie, dem unkontrollierbaren Zwang zu fluchen. Dabei sind sie ansonsten ganz normal. Ihre Ticks jedoch, erscheinen dem Betrachter durchaus als durch eine äußere Kraft initiiert, was die Mutmaßung auf Besessenheit zulässt. Auch berichten Patienten des noch immer weitgehend unerforschten Torreet-Syndroms immer wieder davon, dass sie mitunter den inneren Drang verspüren, sich selbst Schaden zuzufügen, in dem sie beispielsweise ihre Hand auf eine glühende Herdplatte legen, ein Glas in der Hand zerdrücken oder sich spitze Gegenstände in den Rachen, Hals oder die Augen rammen. Sie selbst können nicht sagen, warum genau sie diesen Zwängen unterworfen sind, und argumentieren oftmals in der Art, dass sie damit überprüfen, ob sie bluten bzw. Schmerz empfinden. Wissenschaftler vermuten, dass das Torreet-Syndrom auf eine ganze Sammlung defekter Gene zurückzuführen sei, was jedoch noch nicht bewiesen ist. Dieser Schluss beruht lediglich auf der Tatsache der vielen unterschiedlichen Regionen im Gehirn, die Beeinträchtigung finden können und somit das unverwechselbar leidende Krankheitsbild prägen. | |||||||||||
| Originaltitel: | Exorcist - Directors Cut | |||||||||||
Dieser Film wurde bewertet von: Texte: |
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