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06.08.2009: |
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| Genre: | Krimithriller / Gangsterdrama |
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| Regie: | Michael Mann | |||||||||||
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| Inhalt: |
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![]() Billie Frechette (Marion Cotillard) ist Dillingers neue Liebschaft und bedeutet zugleich sein Ende... | ||||||||||||
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Kritik: |
Das Auffälligste an "Public Enemies" ist die Entscheidung von Regisseur Michael Mann, den Film mit digitalen Handkameras statt auf richtigem Filmmaterial zu drehen. Die Vorteile liegen in geringeren Kosten, vermindertem Gewicht, deshalb leichterer Handhabung beim Dreh und vereinfachter Postproduktion. Außerdem sind dunkle Szenen schön detailreich. Doch einen sich 139 Minuten lang hinziehenden Kinofilm vollständig in Digitalästhetik zu präsentieren, ist die mutigste Entscheidung, die Mann, der auch am Drehbuch mitschrieb, für den Film getroffen hat. Der Videokontrast, die Farbmischung und das realistische Aussehen prägen zwar maßgeblich den Stil des Filmes, wirken auf ein Kinopublikum jedoch befremdlich und sind gewöhnungsbedürftig, wenn nicht in seiner Wackeligkeit gar störend.
![]() Agent Melvin Purvis ist auf der Jagd nach John Dillinger. Doch von der wirtschaftlichen Lage, die die gesellschaftlichen Umstände der Epoche enorm prägte, ist im Film überhaupt nichts zu spüren. Von den Hunderttausenden Obdachlosen, Armut, Hunger durch die herrschende Dürre, von all dem ist nichts zu sehen. Die Verzweiflung und die Wut der Bevölkerung sind vollständig ausgeblendet. Stattdessen sieht man nur wohl gekleidete Menschen, schicke Autos und marmorne Bankenpaläste. Das verwehrt dem Zuschauer das Verständnis, was genau Dillinger zu einem Volkshelden machte und was an der Geschichte so interessant ist – ein fataler Fehler! Aus diesem Grund fehlt dem Zuschauer die Identifikationsmöglichkeit mit den Figuren, weil er außer von den historischen Vorgängen kaum genug über die Charaktere erfährt. Die Verkörperung durch Johnny Depp, wie bei allen anderen Darstellern, ist eher zurückhaltend solide. Die Romanze zwischen Dillinger und Frechette jedoch ist überhaupt nicht fühlbar, was wiederum ein Mitfühlen im weiteren Verlauf der Geschichte unterbindet. Das einzige, was gut dargestellt ist, ist das Zermürben von Dillingers fast arrogantem Selbstbewusstsein durch die wachsende Einengung und Dezimierung seiner Gangmitglieder. ![]() John Dillinger (Johnny Depp) scheitert bald an seinem Selbstbewusstsein. Trotz Manns Erfahrung mit Genreklassiker wie "Heat", "Insider" oder "Collateral" sind auch die anfänglichen Bankraubszenen lahme, oberflächliche Klischees, dringen kaum zum Zuschauer vor. Erst die späteren Verfolgungs- und Actionszenen sind eindringlicher. Insofern hat der Film schon eine klare Steigerungstendenz zum Finale hin. Doch leider weiß "Public Enemies" bei weitem nicht genug zu fesseln, um die Aufmerksamkeit und die Gunst des Zuschauers bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Somit ist dieser Film sein eigener Publikumsfeind. Ihr habt diesen Film auch gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! |
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| Originaltitel: | Public Enemies | |||||||||||
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